POLYWAND

Ein interaktives Projekt, bei dem durch das interdisziplinäre Zusammenspiel der Bereiche aus Informatik, Modelbau, Elektrotechnik und Industriedesign ein Kunstwerk – die Polywand - entsteht.
Sie besteht aus 18 Modulen, die jeweils aus 4 Polygonen zusammengesetzt sind. Die Maße betragen 182 x 91 x 12 cm. Mithilfe einer Infrarotkamera und eines Mikrofons kann die Polywand auf Bewegung, Geräusche und Musik interaktiv gesteuert werden. Dabei kann jedes Polygon einzeln angesteuert werden.
Der Gedanke war, eine kinetische Skulptur zu erschaffen, die der Betrachter selbst verändern und damit auch seine ästhetische Erfahrung beeinflussen kann. Der Übergang von Stillem zu Lautem wird unmittelbar dem Betrachter in einer visuellen Weise offenbart. Es ist eine Art Spiegel, der nicht nur das Körperliche, sondern die Emotionen in einer abstrakten und skulpturalen Form transformiert. Das Licht und die Umgebung reflektiert auf dem hochglänzenden schwarzen Acrylglas. Je nach Winkelstellung der Polygone bilden sich verschiedene Muster. Jedes Modul ist ein Teil eines Ganzen und gleichzeitig ein Ganzes im Kleinen. Die glatte und flache Oberfläche wird durch interaktiv gesteuerte Polygone durchbrochen. Generative Muster bilden fließende Bewegungen und immer wieder neue Konstellationen. Dem Betrachter eröffnet sich ein Bild, das lebendig ist.

Konzept und Design: Martin Lerf
Programmierung: Thomas Geissl
Produktion: Martin Lerf, Thomas Geissl, Marc Liebmann